Weihnachtsmarkt in Leudersdorf

Weihnachtsmarkt in Leudersdorf

Mama war vor zwei Jahren beim Weihnachtsmarkt in Leudersdorf, um dort ein Puppenspiel vorzuführen. Sie hat die Geschichte vom „versteinerten Drachen“ gespielt. Diesmal war Mama als Märchenerzählerin dort, aber dazu später….

Der Weihnachtsmarkt in Leudersdorf findet alle 2 Jahre statt und ist wunderwunderschön! Es gibt so viel zu sehen und zu kaufen. Mama und Papa meinen, hier ist alles mit sehr viel Liebe und Herz gemacht und dekoriert. Feuertonnen, Lichterschein und immer wieder weihnachtliche Live-Musik. Natürlich dürfen Leckereien und Getränke nicht fehlen. Wir haben viele viele nette Leute getroffen, denen es genauso gut gefallen hat, wie uns. Die Kinder konnten sogar richtige Lebkuchenherzen selber dekorieren. Ach, war das schön!

Mama und Papa wollten gar nicht mehr nach Hause als sie die Musikscheune entdeckt haben! Eine Band aus Holland spielte rockige Musik, das war wohl genau Mamas und Papas Geschmack. Eine urige kleine Musikscheune mit vielen unglaublich gut gelaunten Menschen. Neben der Rockmusik gab es auch Weihnachtslieder, von zwei Herren mit Akkordeon und Gitarre präsentiert und alle haben mitgesungen!

Nun aber zu Mamas Märchen, das sie in der wunderschönen sehr alten Kapelle erzählen durfte. Mama war so sehr aufgeregt, aber es hat ihr auch gleichzeitig richtig viel Spaß gemacht. Es war sicherlich kein leichtes Märchen, es war Von H.C. Andersen…“der fliegende Koffer“, von einem sehr lebenslustigen Kaufmannssohn, der alles verliert… zuerst das Geld und am Ende auch die Liebe, weil er leichtsinnig und nicht sehr bodenständig ist.

Mitten in dem Märchen erzählt der Kaufmannssohn das Küchenmärchen für das Königspaar. Die Küchengerätschaften streiten worauf es annkommt im Leben…wer ist der Beste, Wichtigste? Der solide und bodenständige Eisentopf, die vornehmen Streichhölzer, die sich für vornehm halten, weil die Fichte von der sie abstammen immer grün ist und ihr Stammvater ein Mast auf einem vornehmen Schiff….oder ist es der Marktkorb, der viel herumkommt? Aber was nützt es, wenn die Küchenmagd am Ende alle Streichhölzer anzündet, um ein warmes Feuer zu entfachen? Das was bleibt, ist ein Märchen, aus dem jede/r selber entscheidet, was er/sie sich „mitnimmt“..

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Viele sind in die Kapelle gekommen, Kinder, Eltern, Großeltern und manche Erwachsene                           ohne Kinder. Nach dem Märchen war Mama sehr erleichtert, das alles geklappt hat, sie war von der Atmosphäre in der Kapelle und den Zuhörern begeistert und musste danach erst mal „landen“.

Eine Frau hat zu Mama gemeint: „Na, wer Puppenspiel und Märchen studiert hat, kann es auch nicht besser…“ Papa war restlos begeistert, Mama hat es nicht gelernt, sie macht es einfach, weil sie Märchen liebt und der Meinung ist ein solches Kulturgut darf nicht vergessen werden. Schwierige Worte für ein Puppenkind wie mich, aber ich glaube ihr versteht das….Außerdem hatte ich das Gefühl, mein Papa hat sich jetzt noch mehr in Mama verliebt….

Ich wünsche euch auch so schöne Weihnachtserlebnisse! Liebe Grüße, eure Puppenreporterin Anna.